Kurzgeschichte

Die Inhaber von 1907 bis heute:

1907-1914 Franz und Franziska Gabler
1914-1919 Franziska Gabler
1919-1950 Josef und Franziska Gabler
1950-1981 Josef Franz und Sophie Gabler
am 01.01.1982 übernimmt Josef Anton Gabler das Geschäft und führt es bis heute.

Wenn das Haus erzählen könnte ...
Im 17. und 18. Jahrhundert beherbergte dieses Haus die Gastwirtschaft »Zum Blauen Stern« mit eigenem Braurecht, auch Klosterwirt genannt. Über die Anfänge dieser Klostertaverne, die wahrscheinlich zum Spalter Chorherrenstift gehörte, ist leider nichts bekannt.
Ab 1822 befand sich eine Schuhmacherei im Haus. Ab dem Jahr 1899 wurden hier, jeweils kurzzeitig, nacheinander Fahrräder und Nähmaschinen, emailliertes Geschirr, Schuhwaren und Limonade verkauft.
Der Hausname »Gablerschmied« kommt von der ab 1907 bis 1941 betriebenen Huf-und Wagenschmiede unserer Familie.
Am 13.März 1907 kauften die Verlobten Franz Gabler und Franziska Salbaum in Spalt das Anwesen zwischen Rathaus und Kronenwirt. Der Schmiedemeister und die Bäckerstochter heirateten, gründeten eine Familie und meldeten eine Huf- und Wagenschmiede an. Ein schwerer Schicksalsschlag ereilte im November 1914 die junge Familie, als Franz in Nordfrankreich fiel.
1919 heiratete Franziska Josef Gabler den jüngeren Bruder ihres ersten Mannes, der ebenfalls Schmiedemeister war. Zusätzlich betrieb man ab 1924 einen »Geschirr- und Eisenwarenhandel«. Nach Einstellung des Schmiedebetriebes während des 2.Weltkrieges, entwickelte sich das Geschäft in den Nachkriegsjahren immer besser. Ab 1950 wurde es von Josef Franz Gabler und seiner Ehefrau Sophie in der zweiten Generation weitergeführt.
Um die Ware besser präsentieren zu können, vergrößerte man von 1960 bis 1990 die Verkaufsfläche von 30 auf 450 qm.
1982 übernahm Sohn Josef Anton Gabler den Betrieb. Neben einem reichhaltigen Haushaltswarensortiment wurde das Angebot durch einen Schlüsseldienst (1970), einen Gravierdienst (1982), Bilderrahmungen (2000) und einen Uhren Service (2005) ergänzt.
Wie in Spalt üblich, betrieb man auch bei uns neben einem Gewerbe auch Landwirtschaft, in erster Linie Hopfenanbau, der erst im Jahr 1986 aufgegeben wurde.

Nostalgie ...

Nach 51 Arbeitsjahren freue ich mich auch darauf, einen Gang zurückzuschalten. In Zukunft werden wir uns auf unsere Serviceangebote konzentrieren: Schlüssel und Schlösser, Gravuren und Vereinsartikel, Uhrenservice und Bilderrahmen. Verbrauchsartikel wie C02-Zylinder, Sahnekapseln, Möbelpolitur usw. werden wir, wie gehabt, weiterführen.

Deshalb hier noch einige Bilder, die davon Kunde geben, wie es früher in meinem Laden aussah.

J. Gabler